Tauchregel 4
Atme vor dem Tauchen normal — hyperventilieren ist lebensgefährlich.

VERSA - Schutz der Kinder

Der Verein zur Verhinderung sexueller Ausbeutung von Kindern im Sport, VERSA, wurde vor elf Jahren gegründet. Ziel: Das Tabuthema „sexuelle Ausbeutung von Kindern im Sport“ zu brechen. Rund 350 Mitglieder bekennen sich heute zu VERSA. Auch unser Verein ist Mitglied. Dabei ist die Sensibilisierung dieses wichtigen Themas nicht immer ganz einfach. Wie machen das andere Vereine?

Der Zürcher Fussball Club Seefeld war einer der ersten Vereine, der sich für einen VERSA‐Beitritt entschieden hat. Viel zu wichtig war dem Vereinspräsidenten Urs Egger das Thema, um es auf die lange Bank zu schieben. „Jeder Verein hat gegenüber den ihm anvertrauten Kindern eine grosse Verantwortung“, so Urs Egger. „Diese Erkenntnis hat uns zum Beitritt bei VERSA bewogen.“ Der Stadtzürcher Quartierclub ist in der Jugendarbeit sehr aktiv. Rund 250 Kinder und Jugendliche trainieren beim FC Seefeld und in den Spielgemeinschaften Zürich‐Witikon und Maur. „Dass der Zürcher Stadtverband für Sport (ZSS) und das Sportamt der Stadt Zürich hinter dem Projekt VERSA stehen, war für unseren Beitritt ebenfalls ausschlaggebend“, präzisiert Urs Egger.

Ein einstimmiger Vorstandsbeschluss stellte die Weichen endgültig. In der Folge bestimmte der Vorstand den Juniorenobmann als Verantwortlichen, der die Trainererklärungen einholte und die Merkblätter für Trainer und Eltern unter die Leute brachte. „Die Umsetzung verlief reibungslos und hat dazu geführt, dass Betreuer und Trainer bewusster mit dem Thema umgingen“, freut sich Egger. Es herrscht keine „big‐brother‐is‐watching‐you‐Hysterie“ beim FC Seefeld. Der Umgang mit dem Thema geschieht auf natürliche Art. So achte man heute beispielsweise darauf, dass sich in Garderoben oder Duschen keine unbefugten Personen aufhalten.

Sport statt Administration

Für Sportvereine ist es entscheidend, dass der administrative Aufwand nicht unnötig aufgeblasen wird. „Deshalb begrüssen wir die elektronische Erfassung der Trainerinnen und Trainer“, lobt Urs Egger. Diese Trainerlisten werden bei VERSA gespeichert. Mutationen und korrigierte Listen können dann jeweils per Mail an die Geschäftsstelle von VERSA übermittelt werden. „Wir müssen primär alle Kräfte zur Bewältigung des Trainings‐ und Spielbetriebes einsetzen“, weiss Urs Egger. „Dabei dürfen wir jedoch den Schutz der Kinder nicht vernachlässigen“. Neben dem FC Seefeld ist Egger auch Präsident des Stadtzürcher Fussballverbandes. Der Verband prüft das Projekt „Assistenztrainer“ zu lancieren. Die Ausbildung zum Assistenztrainer würde lediglich einen Tag dauern. Das Zielpublikum für diese Kurzausbildung sind Eltern von Junioren, welche bisher oft ohne Ausbildung ins kalte Wasser der Juniorenbetreuung geworfen worden wurden. Das Coaching in der Praxis nach der Ausbildung übernimmt ebenfalls ein vom Verband eingesetztes Team von erfahrenen Juniorentrainern. Damit können sich die Trainerinnen und Trainer auf den Sport fokussieren. Organisatorische und administrative Aufgaben können vom Assistenten erledigt werden.